Bastelfortschritt "Opel Manta A"


Nach dem Start im Herbst 2019 zeige ich hier einige Meilensteine im Bastelfortschritt dieses extrem detailgetreuen Modells:

Die vielen Einzelteile sind in Blisterverpackungen gut aufgehoben, zu allen Schrauben gibt es Eine mehr als benötigt. Aber sie sind sehr klein (manchmal nur 2,5 mm Durchmesse am Kopf) und für die Betagteren unter uns sind Pinzette, Brille, eine ruhige Hand und am besten auch ein Set Uhrmacher-Werkzeug unabdingbar. Die Materialien sind an größeren Teilen Zinkgus und nur wenig Plastikformen.

 

Nach dem einfachen Zusammensetzen der Vorderräder erfolgte die Montage der Vorderachse. Hier gab es bei der Befestigung der unteren Dreiecksquerlenker am Vorderachsschenkel Probleme. Schraubt man zu fest an, federt die Parallelschwingachse nicht - schraubt man etwas lockerer an, führt der Federkraft, die von oben auf den unteren Querlenker drückt, dazu, dass sich die Schraubverbindung nach unten löst. Workaround: Das untere Gewinde des Achsschenkels von unten mit einem 2mm-Bohrer (Ich empfehle Drehmel!) aufbohren und eine etwas größere, selbstschneidende Schraube benutzen. Die sitzt nun fest, ohne dass man sie ganz anziehen muss und dadurch wird die Beweglichkeit der Parallelschwinge nicht mehr eingeschränkt. Hier hätte ich mir ein stabileres Drehgelenk gewünscht.

 

Jetzt werden die ersten Teile des Motors zusammengebaut. Bei den verschiedenen Schläuchen und Zündkabeln muss man aber aufpassen, dass die kleinen Plastiknippel an verschiedenen Baugruppen, auf die sie aufgeschoben werden sollen (ca. 1x1 mm), nicht abbrechen.

 

Nachdem Frontgrill, Heckteil, Motorhaube und Motor vorbereitet wurden, kommt nun das Chassis dran :

 

Seltsamerweise wird jetzt schon der Fahrersitz zusammengebaut, der mit Lederbezug und Schaumgummifüllung liebevoll modelliert wurde und sich auch noch vorn klappen lässt:

  

Als nächstes wurde die innere Bodenplatte mit Handbremse und Schalthebel ausgestattet und der Fahrersitz mit der inneren Bodenplatte so verschraubt, dass er verschiebbar bleibt und sich nach vorn klappen lässt. Anschließend kam die Rücksitzlehne d'ran:

 

Nachdem der Rücksitz vervollständigt wurde, sind jetzt die elektronische Hauptplatine und das Batteriefach im Tank verstaut und der daraus kommende Kabelbaum auf der eigentlichen Bodenplatte noch vornverlegt worden. Ein kleiner Lautsprecher wurde befestigt, bin gespannt, was da 'raus kommt. Hoffentlich sind alle Steckverbindungen funktionstüchtig, denn nochmal auseinanderbauen scheint aussichtslos...

 

Die nächsten 4 Bastelsätze ergaben den Beifahrersitz, der nun ebenfalls auf der inneren Bodenplatte klappbar befestigt wurde.

 

Jetzt kam das Armaturenbrett an die Reihe: Das beinhaltete die Instrumentenbeleuchtung, die Pedale mit Bremslichtschalter, eine weitere kleine Instrumententafel und darin das Radio, über dessen beide Randknöpfe das Motorengeräusch und die Außenbeleuchtung geschaltet werden. Leider gibt es hier einen Konstruktionsfehler: Der Ausschnitt im Armaturenbrett war zu klein, um das Radion einsetzen zu können. Also 'ran an die Feile! Eine weitere Schwierigkeit dabei ergab sich dadurch, dass sich die kleinen Klickschalter im eingebauten Zustand beim Betätigen verkanteten und nicht mehr bedienen ließen. Es waren etliche Versuche notwendig. Zum Schluss lagen auch die Laschen dieser kleinen Einheit dort, wo sie festgeschraubt werden sollten, nicht an, sodass die Instrumententafel samt Radio eingeklebt werden musste (was leider einige unschöne Klebstoffreste hinterließ). - Parallel dazu wurden an der Vorderachse die Spurstange, die Spurstangenhebel und die Lenksäule mit zwei piepseligen Kardangelenken angebaut. Trotz aller Mühe bin ich mir nicht sicher, ob später nach beiden Seiten gleichweit eingelenkt werden kann. Mal sehen...

 

Bevor jetzt der Rahmen mit der Bodenplatte der Sitzgruppe verbunden werden konnte, gab es noch einen Funktionstest alle Schalter. Also zwei AAA-Zellen in den Tank gepackt, alles provisorisch angeschlossen und siehe da: Funktioniert! Selbst Kontrollleuchten für später geöffnete Türen gibt es. Dann wurden alle provisorisch angeschlossenen LED's wieder entfernt und beim Verbinden des Rahmens mit der Sitzplatte stellte sich noch heraus, dass der vorab verlegte Kabelbaum etwas zu kurz bemessen ist, sodass wenigstens ein Verbindungsstecker ziemlich knapp sitzt.

 

 

Die weiteren Fortschritte folgen monatlich....